Isoliermatratzen – abnehmbare Isolierung nach Maß

Isoliermatratzen dämmen die Anlagenteile, die für Wartung und Inspektion regelmäßig geöffnet werden: Armaturen, Flansche, Pumpen, Schmutzfänger und Wärmetauscherdeckel. OPTERM nimmt jedes Teil auf, berechnet die Dämmdicke, fertigt die Matratze und kennzeichnet sie für die Montage.

Prinzip

Zur Wartung gelöst, danach wieder angebracht

Eine Isoliermatratze besteht aus einem Innengewebe am heißen Bauteil, einer Dämmstoffeinlage und einem Außengewebe. Geschlossen wird sie mit Haken und Bindedraht, Schnallen, Klettverschluss oder Reißverschluss. Bei der Wartung wird nur die Befestigung gelöst: Die Dämmung bleibt unbeschädigt und wird danach an derselben Stelle wieder angebracht.

Nach AufmaßJedes Teil einzeln
ISO 12241Dämmdickenberechnung
Heiß und kaltBetriebsbedingungen
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Abnehmbare Isoliermatratzen an Rohrleitungsteilen

Weniger Energieverlust

Heiße, ungedämmte Oberflächen werden gedämmt. Wie stark der Verlust sinkt, wird aus Temperatur, Abmessungen und Dämmdicke berechnet.

Berührungsschutz

Die Oberflächentemperatur sinkt auf den Zielwert, der im Projekt nach Berührungswahrscheinlichkeit festgelegt wird.

Keine Neuisolierung nach der Wartung

Kein Abriss, kein neues Material und kein erneuter Arbeitsaufwand für die Isolierung.

Anwendungen

Wo Isoliermatratzen eingesetzt werden

Typische Probleme

Welche Probleme lösen Isoliermatratzen?

Die meisten Isolierverluste in einer Anlage entstehen an Stellen, die zur Wartung geöffnet werden.

  • Feste Isolierung wird bei jeder Wartung beschädigt: Blechmantel und Mineralwolle werden entfernt und danach oft nicht in gleicher Qualität erneuert.
  • Armaturen bleiben ungedämmt: Weil die Neuisolierung aufwendig ist, bleiben Armaturen und Flansche nach der Wartung offen. Wärmeverlust und Verbrennungsgefahr bleiben bestehen.
  • Arbeit und Material wiederholen sich: Jede Revision bringt Gerüst, Rückbau und Neuisolierung mit sich.
  • Prüfungen erfordern Zugang: Für die Kontrolle von Schrauben, Dichtungen und Gehäusen wird die Matratze geöffnet und anschließend wieder angebracht.

Wie stark der Wärmeverlust sinkt, wird aus Temperatur, Abmessungen, Betriebsstunden und der gewählten Dämmdicke berechnet.

Herstellung

So entsteht eine Isoliermatratze

1

Aufmaß

Abmessungen, Flansche, Anschlüsse und Zugänglichkeit werden vor Ort aufgenommen oder aus Ihren Angaben und Fotos übernommen.

2

Berechnung und Konstruktion

Die Dämmdicke wird aus Betriebstemperatur und Ziel-Oberflächentemperatur berechnet; die Matratze wird nach Wartungsreihenfolge in Teile gegliedert.

3

Fertigung und Kennzeichnung

Die Teile werden zugeschnitten, genäht und nach ihrer Einbauposition nummeriert.

4

Montage und Prüfung

Die Matratzen werden in nummerierter Reihenfolge montiert; die Oberflächentemperatur kann mit einer Wärmebildkamera geprüft werden.

Materialien

Aufbau nach Betriebsbedingungen

Innengewebe, Dämmstoff und Außengewebe werden gemeinsam ausgewählt: nach Betriebstemperatur, Feuchte, Öl- und Chemikalienbelastung, mechanischer Beanspruchung, Innen- oder Außeneinsatz und Wartungshäufigkeit.

Isoliermatratze an einer Kesseltür

Innengewebe

Glasfaser- oder Silikatgewebe, passend zur Betriebstemperatur, in Kontakt mit dem heißen Bauteil.

Dämmstoff

Steinwolle, genadelte Glasfasermatte, Aerogel oder Keramikfaser. An schwingenden Anlagenteilen druckfeste Einlagen, bei wenig Platz dünne Profile.

Außengewebe

Silikon-, PTFE- oder PU-beschichtetes Glasfasergewebe – je nach Feuchte, Öl, Chemikalien und Abrieb.

Befestigung

Edelstahlhaken und Bindedraht, Schnallen, Klettverschluss oder Reißverschluss – je nachdem, wie oft geöffnet wird.

Grenzen

Wann eignet sich eine Isoliermatratze – und wann nicht?

Den größten Nutzen bringt sie an Bauteilen mit komplexer Form, die zur Wartung geöffnet werden.

  • Lange gerade Leitungen: Auf geraden Rohren und großen Behälterflächen, die selten geöffnet werden, ist eine konventionelle Isolierung mit Blechummantelung (englische Seite) meist wirtschaftlicher.
  • Außenbereich: Erforderlich sind ein regen- und UV-beständiges Außengewebe sowie Überlappungen und Entwässerungsdetails gegen eindringendes Wasser.
  • Kalte Leitungen: Dampfbremse und dichte Stöße werden gesondert ausgelegt, damit sich kein Tauwasser bildet.
  • Brandschutz: Standard-Isoliermatratzen sind kein Brandschutz. Dafür werden passive Brandschutzsysteme (englische Seite) nach Spezifikation eingesetzt.

Häufige Fragen zu Isoliermatratzen

Feste Isolierung mit Blechummantelung wird beim Öffnen meist beschädigt und muss neu aufgebaut werden. Die Isoliermatratze wird gelöst und wieder angebracht – ohne neuen Arbeits- und Materialaufwand.

Durch eine Wärmeverlustberechnung nach den Rechenregeln der ISO 12241, auf Basis von Betriebstemperatur, Umgebungsbedingungen, Abmessungen und Ziel-Oberflächentemperatur. Die Annahmen werden im Angebot angegeben.

Das hängt von der Befestigungsart, der Anzahl der Teile und der Zugänglichkeit ab. Die Befestigung wird so gewählt, dass das Wartungspersonal die Matratze schnell und mit wenig oder ohne Werkzeug öffnen und schließen kann.

Ja. Außengewebe und Stoßausbildung werden für Regen, UV-Strahlung und Feuchte ausgewählt; Überlappungen und Entwässerung gegen eindringendes Wasser werden in der Konstruktion berücksichtigt.

Bauteiltyp und Größe (z. B. Nennweite und Druckstufe der Armatur), Betriebstemperatur, Stückzahl, Innen- oder Außeneinsatz und Fotos. Damit erstellen wir ein erstes Angebot; die endgültigen Maße werden vor der Fertigung bestätigt.

Legen wir die Isoliermatratzen für Ihre Anlage fest. Typ, Nennweite und Fotos genügen für den Anfang.

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